Das Freilichtmuseum in Glentleiten bietet auch fotografisch eine Menge

Früh am Sonntag morgen traf sich der vhs-Fotoclub Oberland vor den noch verschlossenen Toren zum Freilichtmuseum. Kaum waren die Karten gelöst trieb es die einen zu den erspähten Heumanderln, ein paar versuchten die kleine Kapelle von innen fotografisch zu erfassen, andere gingen systematisch auf die Suche nach dem Licht in den ausgestellten Bauernhäusern. Auch die überraschende Sperrung des Mühlen und Schmiedebereichs konnte die gute Laune und den fotografischen Eifer nicht dämpfen.

Bei einem wohlverdienten Getränk wurden die ersten fotografischen Eindrücke und Ergebnisse ausgetauscht und das gute Wetter genossen.

Während der zweiten Runde traf man sich vor allem zur Gänsejagd (fotografisch gesehen). Von allen Seiten und mit verschiedensten Linsen wurden die Flügeltiere abgebildet. Glentleiten bietet für alle möglichen fotografischen Genres etwas: Landschaftsbilder aussen, Details und Gegenlicht in den Stuben, interessante altertümliche Gerätschaften und Werkzeuge und die gelegentliche handwerkliche Vorführung. Mittags waren dann die fotografischen Bedürfnisse gesättigt und nach weiterer Versorgung mit der Sonne geschuldeten Getränken ging es wieder auf die Heimreise. 

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Besuch des Kultur- und Orgelzentrums in Valley

Martin Kling, 2016
Martin Kling, 2016

Sammelleidenschaft. Eine Leidenschaft, die oftmals mit Leiden daher kommt. Wer kennt sie nicht, jene leidenschaftlichen Sammler, die unter ihren unvollständigen Sammlungen leiden? Die mit großen Eifer Antiquariate und Flohmärkte besuchen, Tauschbörsen im Internet als zweites Zuhause bezeichnen, ein Leben ohne eBay durchaus als möglich, letztlich aber als sinnlos bezeichnen würden. Sammler, deren Leben sich um Bierdeckel, Münzen oder, etwas aktueller, um Pokémon- oder Yu-Gi-Oh!-Karten dreht.

Dann gibt es noch jene Sammler, deren Sammelleidenschaft aus dem Leiden unter Trends der Gegenwart entsteht. Eine Gegenwart, die gerne unter dem Diktat des Schneller, Höher, Besser, oder verschlimmbessernd unter dem Motto des Moderner, Einfacher, Kostengünstiger zu gerne kulturelle und historische Wurzeln zerstört.

 

So etwa der Kunsthistoriker, Musikwissenschaftler und Publizist Sixtus Lampl. Er ist Gründer und Eigentümer des Kultur- und Orgelzentrums in Valley und sammelt seit über 20 Jahren Orgeln mit großer Leidenschaft um diese vor ihrer Zerstörung zu retten.

 

Sixtus Lampl konnte nicht ansehen wie ein Teil unserer Kultur zerstört wird. So brachte er kurz vor der Verschrottung stehende Orgeln aus Hamburg, München oder der Schweiz in das Orgelzentrum und investierte neben den offensichtlichen Arbeiten wie Abbau, Transport und Reinigung viel Zeit, Know How und Liebe in die Restaurierung, dem Wiederaufbau und dem Stimmen der Orgeln.

 

Es ist eine Geschichte, wie sie jeder echte Sammler erzählen kann. Wie der Grundstein der Sammlung gelegt wurde, wie zu der ersten Orgel eine zweite dann eine dritte Orgel hinzu kam. Wie sich die Sammlung zu den heute mehr als 60 Orgeln aus dem 17. bis 20. Jahrhundert erweiterte. Zu jeder einzelnen Orgel gehört eine faszinierende Geschichte, wurden die Orgeln doch nicht aus materiellen Gründen ausgewählt, sondern schlicht und einfach vor der Verschrottung bewahrt.

 

Bereits in der Eingangshalle im Alten Schloss stehen erste Schmuckstücke die zum Spielen und natürlich zum Fotografieren einladen. Danach ging es einen Stockwerk höher, in den kleinen Konzertsaal, wo wir die Gößweinsteiner Orgel mit über 3000 Orgelpfeifen verteilt über 2 Stockwerke bewundern und auch hören dürfen.

 

Die größte Orgel im Oberland mit Ihren fast 5000 Pfeifen steht in der Zollingerhalle die mit ihrer charakteristischer Decke aus rautenförmigen Lamellen als Ausstellungs- und Konzertsaal und Depot genutzt wird.

 

Als Kirchenorganist kann Herr Lampl die Orgeln auch spielen, was einen ganz besonderen Genuss bereitet. Über ganz leise, liebliche romantische Töne bis zu kräftigen virtuosen Tönen konnten wir einen ersten Eindruck über die Spannbreite des Klangumfangs dieser faszinierenden Instrumente bekommen.

 

Nach gut zweieinhalb Stunden war die überaus lehrreiche Führung durch das Orgelzentrum beendet und wir hatten noch die wunderbaren Klänge in den Ohren und ein paar Bilder dieser imposanten Instrumente auf den Speicherkarten unserer Fotoapparate.

 

Noch beim Verlassen des Orgelzentrums herrscht Übereinstimmung in der Absicht und dem Wunsch in naher Zukunft erneut den Weg nach Valley zu finden. Nicht als Besucher, sondern als Gast eines der dort stattfindenden Orgelkonzerte.

 

<Ulrike>


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Heidepfad im Münchner Norden

Ulrike Emschermann, 2016
Ulrike Emschermann, 2016

6:15 Abfahrt - muss das sein? Klar, wir wollten schließlich die Pulsatilla patens im schönen Morgenlicht einfangen. Pulsatilla, wer? Nein, keine Angst, hier geht es nicht um Halspastillen, sondern um eine Blume, die Finger-Küchenschelle. Unbekannt? Nie gehört? Nun, das mag kein Zufall sein, gilt die mit ihren kräftig leuchtenen purpurfarbigen Blättern überaus hübsche Art doch in Deutschland als vom Aussterben bedroht.

Neugierig geworden? Wir wollten die Finger-Küchenschelle nicht nur sehen, sondern  auch und vor allem fotografieren. Also machten wir uns noch vor  Sonnenaufgang auf den Weg in die nördlich von München gelegene Garchinger Heide, dem einzigen verblieben Standort Pulsatilla patens in  Deutschland, wo die folgenden faszinierenden Bildern Anfang April  entstanden.

Zu unserem Glück zeigten sich die Küchenschelle von ihrer fotogenen Seite, waren einige von uns doch bereit andernfalls bis nach Kanada in die Provinz Manitoba zu reisen, wo Pulsatilla patenes es bis in das Wappen der Stadt Winnipeg schaffte.

 

Besonders gefreud haben wir uns den Vogel des Jahres 1999, die Goldammer, einen typischen Bewohner der Heidelandschaft beobachten und fotografiert zu können.

 

<Ulrike>


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Proseccos, schnelle Kufen und kurze Belichtungszeiten

Andrea Bahr, 2015
Andrea Bahr, 2015

Am Sonntag den 6. Dezember trafen sich ein paar Fotografen des vhs Fotoclub Oberland im Flutlicht des Eisstadions Holzkirchen, um die EishockeyspielerInnen der Proseccos beim Training abzulichten. Dem Datum angemessen gekleidet positionierten sie sich rund um die Arena und lichteten die Kufenflitzer bei ihren Übungen ab.


Die Proseccos, als erfahrene Hobby-Mannschaft den Ansturm der Paparazzi gelassen hinnehmend, zeigten sich von der besten Seite und brachten das Eis zum Stauben. Mancher legte sich sogar fotogen auf den Rücken, um die ganze Gefährlichkeit dieser rasanten Sportart zu demonstrieren.

Die Fotografen zeigten vollen Einsatz, mussten Sie doch im Gegensatz zu den Spielern, die abkürzen konnten, um die Arena herumlaufen, statt eines leichten Stück Holzes in der Hand wurden die extra langen Teleobjektive gestemmt! Nach Abschluss des Training fehlte dann aber doch der Mut sich als echte Paparazzi noch in die Kabine zu drängen - oder es siegte die Vorsicht.

Bei Prosecco, Bier und Currywurst sassen die Foto- und Eishockeysportler danach noch einträchtig im Stadionstüberl zusammen und sinnierten über Playercards, Kalender und andere Ergebnisse, die sich aus den Bildern gestalten lassen werden. Es wird sicher noch ein weiterer Termin stattfinden, um die steile Lernkurve auf beiden Seiten auszunutzen. 

<Martin>


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Lichterglanz

U. Emschermann, 2014
U. Emschermann, 2014

Trotz der früh einsetzenden Dunkelheit, eisigen Temperaturen und aufziehenden Nebeln bietet die Vorweihnachtszeit des Dezembers mit seinen traditionellen Krampusläufen, stimmungsvollen Hüttenzaubern, bunten Weihnachtsbasaren oder rustikalen Mittelaltermärkten eine Fülle von Motiven und Sujets.

Aber nicht nur die leuchtenden Tannenbäume und die Stand-Hütten mit Sternen, Krippenfiguren und Glaslichter sind einen Besuch wert, es lohnt sich auch auf die Suche nach beleuchteten Fassaden, aussergewöhnlichen Schaufenstern, Eiskunstläufern, Wunderkerzen  und Glitzerschnee zu gehen.

<Ulrike>


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Herbstende, Winteranfang

Klaus Buchmeier, 2015
Klaus Buchmeier, 2015

Irgendwo im Dreieck zwischen dem kalendarischen, botanischen und klimatischen Beginn der kalten Jahreszeit und unbeeindruckt von den in der Tat winterlichen Temperaturen machten wir uns auf den Weg in Münchens Hirschgarten.

Aufgabe und Ziel unseres Ausfluges war die künstlerische Beschäftigung mit dem Thema “Baum”. 

"Wat is´n Baum?"- diese Frage wurde schon in dem Roman "Die Feuerzangenbowle" von Heinrich Spoerl lakonisch beantwortet: "Da stellen wir uns mal janz dumm, und sagen, ein Baum, das ist eine verholzte Pflanze..."

Wer sich auf die Suche alter Hoflinden im Oberland begibt, stösst oft auf die Interpretation - Bäume beherbergen die Seele verstorbener Menschen.


Nun, wie unsere Fotografen und Fotografinnen sich dem Thema stellten und interpretierten, zeigen die folgenden Fotos. Fotos, die uns bei genauer Betrachtung eines ganz deutlich sagen: ein Baum, vor allem ein alter Baum, ist sicherlich mehr als eine verholzte Pflanze!

<Ulrike>


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Start ins neue Semester

Die Anmeldungen laufen so langsam auf und die Vorbereitungen sind getroffen. Es werden sich alte Gesichter und neue mischen und das macht Ulrike und mir schon jetzt Freude.

Für den ersten Termin am 02.10. stehen schon jede Menge Bilder von den zwei Ausflügen aus der Sommerpause an: Blütenträume aus dem Botanischen Garten und Street-Impressionen aus der Münchner Innenstadt! Des Weiteren werden wir natürlich auch manches Organisatorische festlegen und vor allem die Auswahl der Themen für dieses Halbjahr treffen!

Wer zu unserer lustigen Runde noch dazu stossen will sei Willkommen!

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Fotowalk im Botanischen Garten bei Schloß Nymphenburg

Sieben motivierte Fotographen nutzten das schöne Wetter zum zweiten Sommerpausen-Ausflug des Fotoclubs. Diesmal traf man sich mit Öffnung am Botanischen Garten.

Einige suchten sofort das Morgenlicht, welches durch die Glasdächer der Gewächshäuser fiel und fotografierten exotischen Pflanzen. Die anderen verteilten sich über das Gelände und versuchten die Blütenpracht einzufangen. Nach ein paar Stunden fand man sich im Cafe zu dringend benötigten Getränken und Stärkungen zusammen und fachsimpelte gemütlich. Dabei mussten natürlich auch die neuesten Objektiv-Errungenschaften gebührend bewundert werden.

Nach der Pause machten sich ein paar Fotografen auf den Heimweg, während die wahren Blümchen-Knipser sich unverdrossen wieder ans Werk machten, nicht ohne sich zum Kaffee wieder zu verabreden. Ein schöner Sommerausflug der sicher viele traumhafte Aufnahmen erwarten lässt.

<Martin>

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